Trainings in der Werkstatt

Wir bieten regelmäßig Trainings für verschiedene Zielgruppen an, in denen wir unsere Forschung passgenau vermitteln, ihre praktische Anwendung begleiten und Erfahrungstausch ermöglichen. In den Trainings lernen und arbeiten wir je nach Zielrichtung und Thema mit unterschiedlichen Partnern, die mit ihrer Arbeit den Zusammenhalt im Land stärken wollen.

Werkstatt für Gesellschaft & Zukunft

Wie können Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen dazu beitragen, dass sich mehr Menschen in diesem Land gehört, zugehörig und handlungsfähig fühlen? In unserer Werkstatt verbinden wir aktuelle Forschung mit konkreter Praxis und Formaten, um gesellschaftliche Zugehörigkeit zu stärken und das Zutrauen der Menschen in die Zukunftsgestaltung unseres Landes zu fördern.

Die Werkstatt-Module

Wir bieten drei Formate für unterschiedliche Zielgruppen und Bedürfnisse an,  von offenen Einstiegswebinaren bis zur individuellen Begleitung. Unser übergeordnetes Ziel ist dabei, Orientierung in der aktuellen gesellschaftlichen Lage zu geben, den Perspektivwechsel zu ermöglichen und gemeinsam mit Partnern Gestaltungsfelder für die eigene Arbeit zu erkunden und praktische Ansätze zu entwickeln.

Das Grundlagenmodul und die Vertiefungsmodule für die Zivilgesellschaft und Unternehmen sind dank der Förderung durch die Stiftung Mercator kostenfrei.

3 Module der Werkstatt für Gesellschaft und Zukunft

Trainingsprogramm für die Zivilgesellschaft

In unserer Forschung sehen wir, dass viele Menschen sich nach einer positiven Zukunftsgestaltung in unserer Gesellschaft sehnen, die ihre Perspektiven und Anliegen adressiert und ihren Bedarf nach Zugehörigkeit und Orientierung aufgreift. Diese Bedürfnisse ernst- und aufzunehmen, sehen wir als elementar für unsere Mission, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Gerade in der Zivilgesellschaft sehen wir großes Potenzial, an diesen Themen zu arbeiten. Unsere Daten zeigen, dass die Menschen in Deutschland der Zivilgesellschaft und dem Ehrenamt hohes Vertrauen entgegenbringen, wenn es um unsere gesellschaftliche Zukunftsgestaltung geht.

Wir suchen zivilgesellschaftliche Organisationen aus verschiedenen Ecken des Landes, die mit uns gemeinsam zu diesen Themen lernen, arbeiten und ausprobieren möchten. Das möchten wir in einer Kohorte mit etwa zehn zivilgesellschaftlichen Organisationen tun. Die Arbeit in der Kohorte bringt dabei einen eigenen Mehrwert: Ihr lernt von und mit Organisationen aus verschiedenen Regionen und Themenfeldern, die ähnliche Fragen beschäftigen.

Termine 2026: 23.09., 30.09., 14.10. von 10-11.30 Uhr
Ziel
: Demokratie- und Zukunftsprojekte auf Grundlage der More in Common-Forschung entwickeln
Format: 3 digitale Gruppen-Workshops via Zoom à 1,5 Stunden sowie 3 eigenständige Erarbeitungsphasen à 1,5 Stunden (Gesamtdauer des Trainingsprogramms über 4 Wochen: 9 Stunden)
Für wen: Gemeinnützige Initiativen, Vereine, Organisationen (Teilnahme mit bis zu 2 Personen pro Organisation, gegenseitige Vertretung möglich)
Kosten: kostenfrei, ermöglicht durch die Stiftung Mercator
Status: Die Bewerbungsfrist ist am 24. August 2026 abgelaufen. Die Ausschreibung für die nächste Kohorte folgt Anfang 2027.

Trainingsangebote für Unternehmen

Unternehmen spielen eine zentrale Rolle, wenn es um Fragen von Zugehörigkeit, Identität und Zukunftsfähigkeit unseres Landes geht. In diesem Vertiefungsmodul der Werkstatt begleiten wir Unternehmen individuell und reflektieren ihre Wirkung auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Basierend auf unserem Impulspapier „Gesellschaft & Wirtschaft“ beschäftigen wir uns in Workshops praxisnah mit vier zentralen Gestaltungsfeldern: Werte & Kerngeschäft, Würde & Vertrauen, Begegnung & Gesprächsfähigkeit und Engagement & Netzwerke.

Termin: Mittwoch, 25. November 2026, 09–13 Uhr in Publix, Berlin
Format: Interaktiver Gruppen-Workshop aus verschiedenen Unternehmen
Zeitumfang: Halber Tag (4h)
Workshop-Leitung: Anna Theil & Andreas Meinlschmidt (Forschungs- und Unternehmens-Team von More in Common)
Ziel: Vertiefte, praxisnahe Auseinandersetzung mit der eigenen Wirkung auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Von der Standortbestimmung bis zu priorisierten, konkreten Maßnahmen entlang der vier Gestaltungsfelder – auf Grundlage der More in Common-Forschung.
Für wen: Geschäftsführung und Führungskräfte für Strategie, Personal, Kommunikation, Nachhaltigkeit und Corporate Political bzw. Social Responsibility
Kosten: kostenfrei – ermöglicht durch die Stiftung Mercator
Bewerbung: Ausschreibung kommt bald

Darüber hinaus bieten wir individuelle Formate für Unternehmen an – etwa Impulsvorträge, Forschungs-Briefings oder Kooperationen. Alle Angebote und Ansprechpartner finden Sie auf unserer Seite für Unternehmen.

Zu unseren Angeboten für Unternehmen

Hintergrund zur Werkstatt

Die Werkstatt baut auf den Erfahrungen der Werkstatt für Begegnung & Zusammenhalt (2022–2025) auf, in der More in Common mit Förderung der Stiftung Mercator über 50 Organisationen aus der Zivilgesellschaft begleitet hat, Begegnung über gesellschaftliche Trennlinien hinweg zu ermöglichen und das „unsichtbare Drittel“ besser anzusprechen.

In dieser Arbeit haben wir gesehen, wie viele Menschen Deutschland als festgefahren, gespalten und wenig erneuerungsfähig erleben. Es gibt also ein Zutrauens- und Gestaltungsdefizit in der Gesellschaft. Das betrifft längst nicht mehr nur das „unsichtbare Drittel“, sondern zunehmend auch Teile der Gesellschaft, die lange als demokratische Binde- und Gestaltungskräfte gewirkt haben.

Gleichzeitig zeigen unsere Forschungsergebnisse: Hinter Kritik und Rückzug stehen oft Hoffnungen und Wünsche. Viele Menschen sehnen sich nach Handlungsfähigkeit, nach positivem Veränderungswillen und neuen Deutungsangeboten.

Unsere Werkstatt für Gesellschaft & Zukunft setzt genau da an. Unser Ziel ist es, Wege in eine Gesellschaft aufzuzeigen, die sich wieder mehr zutraut, einander vertraut und positive Zukunftsbilder aushandelt und gestaltet. In dieser Werkstatt richten wir uns an zwei Zielgruppen, die dafür aus unserer Sicht besonders relevant sind – an die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft.

Bild: Werkstatt-Arbeit in der Gruppe