
- Gesellschaft & Demokratie
- Juni 2026
Gesellschaftsradar: Was uns verbindet? Mehr als wir vermuten.
Ein Magazin über das, was unsere Gesellschaft zusammenhält mit Forschung, Interviews und konkreten Impulsen für die Praxis
Wer sich in dieser Zeit mit gesellschaftlichem Zusammenhalt in Deutschland beschäftigt, ob in Vereinen, in der Kommunalpolitik, in der Bildungsarbeit oder in den Medien, stößt häufig auf Begriffe wie Polarisierung und Spaltung. Und tatsächlich: Unsere Forschung zeigt, dass die große Mehrheit der Menschen unsere Gesellschaft als gespalten erlebt und die öffentliche Debatte als zunehmend hasserfüllt. Diese Ausgabe unseres Magazins Gesellschaftsradars fragt, was wir trotzdem gemeinsam haben und wie wir daraus wieder Handlungsfähigkeit gewinnen.

Was uns verbindet
Eine Gemeinsamkeit die viele Menschen haben, ist folgende Wahrnehmungslücke: 62 % unserer Befragten machen sich regelmäßig Gedanken über den Zusammenhalt, aber nur 30 % trauen das auch den anderen zu. Wer diese Lücke schließt, kommt mit besserem Gefühl ins gemeinsame Handeln.

Warum wir stärker auf Gemeinsamkeiten setzen sollten
Kern unserer Mission bei More in Common ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und für eine Gesellschaft zu arbeiten, die mit Herausforderungen umgehen kann. Dafür ist es essenziell, bei allen legitimen Konflikten und realen Krisen mehr als bislang zu sehen, was uns im Land verbindet. Dabei arbeiten wir im Geiste von Jo Cox, deren Ermordung 2016 zur Gründung von More in Common geführt hat:
„Wir sind geeinter und haben mehr gemeinsam, als uns trennt.“
Was steckt im Magazin
Das Gesellschaftsradar versammelt Forschungsimpulse, Interviews und Stimmen aus unseren Fokusgruppen. Außerdem gibt es Reflexionsfragen und Arbeitsmaterialien für die Praxis.
Im Heft sprechen:
- Medizin-Ethikerin Alena Buyx über Vertrauen nach den Krisenjahren
- Sozialpsychologin Nadine Knab, warum wir Polarisierung oft überschätzen
- Initiator von „Ruhrpott für Europa“ Milad Tabesch über Zuhören statt Senden
- Neurowissenschaftlerin Maren Urner, warum Emotionen Politik machen
- Ex-Präsident der Diakonie Ulrich Lilie, über Menschlichkeit als Fundament
Für wen ist das Magazin
Gesellschaftsradar ist die Magazin-Reihe von More in Common zu gesellschaftlichem Zusammenhalt in Deutschland. Mit Forschung, Interviews und Praxis-Impulsen rücken wir das Verbindende in den Fokus und machen es für die gesellschaftliche Arbeit nutzbar.
Für alle, die Zusammenhalt gestalten. Engagierte in Vereinen, Initiativen und Projekten finden hier Impulse und Arbeitsmaterialien, mit denen sie das Verbindende konkret in die eigene Arbeit übersetzen können. Genauso richtet sich das Magazin an Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien und an alle, die wissen wollen, was unsere Gesellschaft verbindet.