• Klima & Umwelt
  • Januar 2026

Klima-Update 2026: Gesellschaftliche Perspektiven auf die Klimaschutzdebatte

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Wie blicken die Menschen in Deutschland Anfang 2026 auf die Klimaschutzdebatte? Neue Daten zeigen: Trotz gewachsener Konkurrenz durch andere politische und soziale Herausforderungen bleibt die Unterstützung für Klimaschutz hoch. Allerdings gilt es, das Zutrauen in seine gerechte und zukunftsweisende Umsetzung zu stärken.

Mit dem Klima-Update 2026 analysieren wir von More in Common, wie sich Einstellungen, Erwartungen und zentrale Spannungsfelder in der Klimaschutzdebatte in Deutschland entwickelt haben. Die Untersuchung knüpft an unsere langjährige Forschung an und bietet eine aktuelle gesellschaftliche Einordnung für alle, die politisch, zivilgesellschaftlich oder kommunikativ zu Klimaschutzfragen arbeiten.

Bereits 2021 haben wir mit der Studie „Einend oder spaltend? Klimaschutz und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland“ erstmals systematisch untersucht, wie Menschen Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe erleben. Seither beobachten wir, wie sich Einstellungen und Debatten-Knackpunkte entwickeln.

Zentrale Befunde: breites Mandat, aber fehlendes Zutrauen

Die aktuellen Daten zeigen eine komplexe Situation: Das Thema Klima rutscht unter dem Druck von Alltagssorgen wie u.a. steigenden Kosten, unsicheren Zukunftsaussichten und Absicherungsthemen auf der Prioritätenliste weiter nach unten. Gleichzeitig bleibt ein breites gesellschaftliches Mandat für Klimaschutz bestehen.

Ein paar Zahlen

72 Prozent erkennen den menschengemachten Klimawandel an, 55 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Verstärkung der politischen Klimaschutzanstrengungen aus, während nur 22 Prozent ein Zurückfahren befürworten. Lediglich 16 Prozent sind der Ansicht, dass es für Klimaschutz bereits zu spät sei und wir ihn „einfach sein lassen“ sollten.

Gleichzeitig zeigen die Daten zentrale Knackpunkte: Nur jeweils weniger als ein Viertel der Befragten glaubt derzeit an gerechte und gut durchdachte politische Maßnahmen oder an überzeugende Zukunftsversprechen in Klimafragen. Viele Menschen wünschen sich gemeinsames Handeln, glauben aber (noch) nicht richtig daran.

Die Präsentation zeigt die wichtigsten Befunde und diskutiert, was daraus für die Arbeit von Klimaschutz-Akteuren und den gesellschaftlichen Dialog folgt.

Präsentation und Webinar

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Weitere Informationen
Forschung: Einstellungen zur Klimadebatte von More in Common 2026

Was jetzt entscheidend ist

Unsere Ergebnisse zeigen, dass zentrale Hebel für eine gute Klimadebatte weiterhin in starken Gestaltungsvorschlägen und in breiten gesellschaftlichen Allianzen liegen. In der deutschen Gesellschaft genießen unter anderem Klimaforscherinnen, Feuerwehrleute, Landwirte, Naturschutzorganisationen und Ärztinnen ein hohes Vertrauen als Informationsquellen zum Klimawandel.

Klimaschutz kann dort an Vertrauen gewinnen, wo gesamtgesellschaftliches Handeln mit effektiven und fairen Beiträgen systematisch ermöglicht und gestaltet wird. Aus Sicht der Menschen braucht es dafür vor allem klare politische Vorleistungen und Rahmenbedingungen – insbesondere mehr Investitionen in den öffentlichen Verkehr, langfristige Garantien für die Energiepreisentwicklung, positive finanzielle Anreize für CO₂-Einsparungen sowie verbindlichere Vorgaben für klimafreundliche Produktion.

Das Klima-Update 2026 bietet damit eine fundierte Grundlage, um aktuelle Dynamiken der Klimaschutzdebatte in Deutschland einzuordnen und Ansatzpunkte für einen konstruktiven gesellschaftlichen Dialog aufzuzeigen.

Mitschnitt des Webinars

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Autorinnen und Autoren

Jérémie Gagné
David Melches

Projektmitarbeit

Falco Hüsson
Wiebke Ewering

Presse

Anfragen an presse@moreincommon.com

Briefings und Vorträge

Anfragen an deutschland@moreincommon.com