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- Januar 2026
Trump-Wähler in den USA: Neue Studie zeigt die Vielfalt der MAGA-Koalition

Die Trump-Wähler:innen in den USA bilden keine geschlossene „MAGA“-Bewegung, sondern eine vielschichtige politische Koalition. Das zeigt eine neue Studie unseres More In Common-Team in den Vereinigten Staaten zur Trump-Wählerschaft 2024, die auf mehr als 18.000 Befragungen zwischen April 2025 und Januar 2026 basiert. Unter dem Titel „Beyond MAGA: A Profile of the Trump Coalition“ liefert die Studie die bislang detaillierteste Analyse darüber, wer Donald Trump gewählt hat, aus welchen Motiven und wo sich erste Spannungen innerhalb seiner Unterstützerbasis zeigen.
Neue More in Common Studie zur Trump-Wählerschaft 2024
Die Studie wurde vom US-Team von More in Common durchgeführt und kombiniert quantitative Umfragen mit qualitativen Interviews. Ziel war es, die gängigen Vereinfachungen über Trumps Wählerbasis zu überprüfen. Ein zentrales Ergebnis: Nur 38 Prozent der rund 77 Millionen Trump-Wählerinnen und Wählern geben an, dass es für sie wichtig ist, sich selbst als „MAGA“ zu verstehen.
Damit widerspricht die Studie der verbreiteten Annahme, Trumps politische Unterstützung speise sich vor allem aus einem ideologisch geschlossenen Kern. Stattdessen zeigt sich eine Koalition unterschiedlicher Gruppen, die zwar einige Sorgen teilen – etwa zu Migration, kulturellem Wandel oder dem Zustand der USA –, sich aber in Weltbild, Prioritäten und politischer Motivation deutlich unterscheiden.
Vier Typen in der Trump-Wählerschaft
Die Studie identifiziert vier unterscheidbare Typen von Trump-Wähler:innen:
- MAGA-Hardliner (29 %): Der überzeugte Kern der Trump-Basis. Stark loyal, häufig religiös geprägt und getragen von der Überzeugung, dass sich Amerika in einem grundlegenden moralischen Konflikt befindet.
- Anti-Woke-Konservative (21 %): Politisch engagierte, oft gut situierte Wähler:innen, die den kulturellen Einfluss progressiver Ideen auf Schulen, Medien und Institutionen als zentrale Bedrohung wahrnehmen.
- Klassische Republikaner (30 %): Eher gemäßigte Konservative, die Politik nicht intensiv verfolgen. Für sie steht Trump vor allem für vertraute republikanische Ziele wie Grenzsicherung, wirtschaftliche Stabilität und Ordnung.
- Die widerwillige Rechte (20 %): Die ambivalenteste Gruppe. Viele haben Trump eher pragmatisch gewählt – als das „geringere Übel“ – und fühlen sich von der nationalen Politik insgesamt entfremdet.
Diese Typologie macht sichtbar, warum Trumps Koalition zugleich stabil und fragil ist.
Junge Trump-Wähler, neuer Traditionalismus und wachsende Spannungen
Besonders auffällig sind die Ergebnisse zu jüngeren Trump-Wählerinnen und Wählern aus der Generation Z und den Millennials. Unter ihnen zeigt sich eine Form von „neuem Traditionalismus“, die durch soziale Medien geprägt ist und sich in klaren Vorstellungen zu Geschlechterrollen, Männlichkeit und Religiosität ausdrückt.
Die vollständige Studie: Daten, Methodik und interaktive Ergebnisse
„Beyond MAGA“ bietet nicht nur eine detaillierte Analyse, sondern auch interaktive Formate, mit denen sich die Ergebnisse vertiefen lassen. Die vollständige Studie, zentrale Grafiken sowie ein Quiz zur Einordnung der eigenen Perspektive sind online verfügbar.
Hier geht es zur vollständigen Studie „Beyond MAGA“