Ausgewählte Projekte

Mit unseren Projekten verfolgen wir das Ziel, Polarisierung entgegenzutreten und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dabei konzentrieren wir uns in erster Linie darauf, breite Bevölkerungsgruppen zu erreichen, Menschen zu verbinden und das Zugehörigkeitsgefühl zu stärken. Wir arbeiten dabei evidenzbasiert und gemeinsam mit Partnern, um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen. 

Mehr Erreichen. Mit Beteiligung.

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Zeitraum: Juli 2022 – Dezember 2023
Partner: Initiative Offene Gesellschaft

Im Projekt „Mehr erreichen!“ wollen wir gemeinsam mit der Initiative Offene Gesellschaft herausfinden, was Bürgerbeteiligung leisten kann und wie Bevölkerungsgruppen über die “üblichen Verdächtigen” hinaus für Partizipationsformate gewonnen werden können. In intensiver Zusammenarbeit mit fünf ausgewählten Kommunen werden evidenzbasiert neue Formate entwickelt, ausprobiert und evaluiert. Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden in allgemeinen Empfehlungen für die Praxis zur Verfügung gestellt.

Bewerbungsfrist für Kommunen: 15. November 2022
Mehr Informationen zur Ausschreibung hier.
Eine Zusammenfassung zur Bewerbung hier in der Infobroschüre.

Gesellschaftliche Integration und Begegnung im öffentlichen Raum

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Zeitraum: August 2020 – Dezember 2021

In dem Projekt „Gesellschaftliche Integration und Begegnung im öffentlichen Raum“ wollten wir herausfinden, an welchen Orten Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Werten und Überzeugungen aufeinandertreffen. Mittels qualitativer und quantitativer Forschung haben wir eine neue Wissensgrundlage für zivilgesellschaftliche Arbeit geschaffen und stellen diese fortlaufend in Trainings und Workshops praxisorientiert zur Verfügung. Wir unterstützen damit Institutionen und Organisationen bei der Entwicklung wirkungsvoller Begegnungsformate.

Eine Sache, die wir gelernt haben
Der Alltag von Menschen mit verschiedenen Werten und Überzeugungen unterscheidet sich nicht grundlegend. Die meisten Menschen besuchen ähnliche Orte, sprechen über ähnliche Dinge und gehen ähnlichen Hobbies nach. Es geht von daher viel mehr um das Wie der Ansprache als um das Wo – denn hier ticken Menschen tatsächlich sehr unterschiedlich.

Übers Klima reden: Wie Deutschland beim Klimaschutz tickt

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Zeitraum: September 2021 – Oktober 2022
Partner: Climate Outreach, klimafakten.de

Wie wir aus unserer Studie „Einend oder spaltend? Klimaschutz und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland“ wissen: Die Sorge um das Klima verbindet mittlerweile die meisten Menschen in Deutschland. Klimapolitische Debatten müssen unser Land also nicht spalten, wenn sie gut geführt werden. Dennoch gibt es im gesellschaftlichen Gespräch zum Klimaschutz unterschiedliche Sichtweisen, die entlang verschiedener Wertevorstellungen, Überzeugungen und Weltanschauungen zum Ausdruck kommen. Im Forschungsprojekt „Übers Klima reden“ haben wir gemeinsam mit Climate Outreach und klimafakten.de untersucht, wie sich die gemeinsame Handlungsmacht über diese Unterschiede hinweg stärken lässt, welche Zukunftsvorstellungen von einer breiten Mehrheit der Menschen geteilt werden und wie es gelingen kann, darauf aufbauend den Klimaschutz tatsächlich voranzutreiben.

Eine Sache, die wir gelernt haben
Über alle Segmente hinweg sind den Menschen bei der Klimapolitik die Bezahlbarkeit und soziale Gerechtigkeit am wichtigsten. Es geht um Klimaschutz, der für die Menschen im Alltag unmittelbar attraktiv ist und darüber hinaus ihren Vorstellungen von der guten Gesellschaft entspricht, indem er z.B. neue gemeinsame Güter (jenseits des Klimaschutz an sich) schafft.

Die Vielfaltsgestalter

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Zeitraum: April 2019 – Juni 2020
Partner: Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH

In Programm „Die Vielfaltsgestalter – Lokale Bündnisse für Zusammenhalt in Vielfalt“ der Robert Bosch Stiftung wurden kommunale Bündnisse in ost- und westdeutschen Städten vor Ort im konstruktiven Umgang mit Vielfalt unterstützt. Wir haben die Bündnisse hinsichtlich der Herausforderung beraten, nicht nur Menschen zu adressieren, die Vielfalt ohnehin als Chance begriffen, sondern gerade diejenigen Bevölkerungsteile zu erreichen, die Vielfaltsthemen entweder gleichgültig, ambivalent oder ablehnend gegenüberstehen. More in Common hat den gesamten Arbeitsprozess der lokalen Bündnisse begleitet und evidenzbasiertes Wissen zu Zielgruppen, Botschaften und Kommunikationskanälen zur Verfügung gestellt.

Eine Sache, die wir gelernt haben
Die Ausgangslagen und Anforderungen unterscheiden sich je nach Ort fundamental. Während einige lokale Bündnisse auf eine rege Vielfaltstradition in ihren Städten mit zahlreichen Anknüpfungspunkten für ihre Arbeit zurückgreifen konnten, galt es anderenorts sehr grundlegende Vorbehalte von institutioneller und Bevölkerungsseite zu überwinden. Eine deutschlandweite „One-Size-Fits-All“-Herangehensweise an die Akzeptanz von Vielfalt wäre von daher nicht zielführend. Es braucht ein jeweils eigenes Verständnis für die besonderen Ansatzpunkte vor Ort.

Wie sprechen wir von Gesellschaft?

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Zeitraum: Mai 2019 – November 2019

Im Projekt „Wie sprechen wir von Gesellschaft?“ stand die Bedeutung von Sprache für die Gestaltung zivilgesellschaftlicher Arbeit im Mittelpunkt. Im Projekt wurden Sprachbilder und Begrifflichkeiten zum Thema „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ mit Hilfe von ExpertInnen und PraktikerInnen aus verschiedenen Fachbereichen gesammelt, kreativ entwickelt, sowie im Rahmen von qualitativen Fokusgruppen mit verschiedenen Zielgruppen, die sich durch unterschiedliche Wertefundamente und Perspektiven auf Gesellschaft auszeichnen, getestet.

Eine Sache, die wir gelernt haben
Viele Begriffe, die in der zivilgesellschaftlichen Arbeit häufig Verwendung finden, werden in großen Bevölkerungsteilen kritisch gesehen, anders verstanden und mit negativen Assoziationen in Verbindung gebracht. Das Bewusstsein für unterschiedliche Werteorientierung in der Bevölkerung hilft, eigene „blinde Flecken“ zu vermeiden und Sprache zu wählen, die nicht spaltet.