Initiativen

Wir konzipieren und testen Initiativen mit einer Vielzahl von Partnern, um in Erfahrung zu bringen, wie man Inklusivität stärken, Polarisierung und Ausgrenzung bekämpfen, und unsere pluralistische Demokratie widerstandsfähiger machen kann. Dabei konzentrieren wir uns in erster Linie auf jene Bevölkerungsgruppen, bei denen wir das größte Potenzial sehen, dem Trend zunehmender Polarisierung entgegenzutreten.

Auf der Grundlage unserer Forschung versuchen wir, Projekte, Initiativen und Narrative zu identifizieren, die der spaltenden „wir gegen die“-Erzählung am besten entgegenwirken können. In erster Linie konzentrieren wir uns darauf, eine breite Mehrheit zu erreichen, Menschen zu verbinden, und das Zugehörigkeitsgefühl zu stärken.

Zusammenarbeit mit Kirchen und religiösen NGOs

Frankreich

Catholic Church In France1

Im Jahr 2018 haben wir in Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz der Katholischen Kirche in Frankreich und mit den NGOs Caritas France, La Pastorale des Migrants, CCFD – Terre Solidaire und dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst einen Bericht über Einstellungen und Wahrnehmungen gegenüber Migranten unter französischen Katholiken <LINK> veröffentlicht. Seitdem arbeiten wir auf nationaler und lokaler Ebene in Partnerschaft mit diesen Gruppen an der Entwicklung von Kommunikationsstrategien zu Fragen der Vielfalt und Spaltung. Wir haben Trainingsprogramme durchgeführt, einen Kommunikationsleitfaden mitgestaltet und unsere Partner zu Strategien für ehrenamtliches Engagement beraten.

Living Room Conversations

Vereinigte Staaten

National Immigration Forum 2 Copy

Im Jahr 2018 hat More in Common in Partnerschaft mit dem National Immigration Forum, einer führenden Organisation für Einwanderungspolitik und Interessenvertretung, eine Lernreise durch 27 Städte durchgeführt und zu Living Room Conversations (Wohnzimmerkonversationen) in Vorstädten und ländlichen Gemeinden in ganz Amerika eingeladen. Zweck der Kampagne war es, die Anliegen und Sorgen der Menschen mit Blick auf die Einwanderungsdebatte zu verstehen, und dabei konkurrierende Deutungsrahmen rund um die Themen Immigration und Integration zu untersuchen. Dies ist eine laufende Partnerschaft, in der wir gemeinsam an der Entwicklung von Botschaften und Kommunikationsstrategien arbeiten, um in ganz Amerika integrativere Gemeinschaften aufzubauen.

The Hidden Tribes Project

Vereinigte Staaten

NYT HT In Action

Das Hidden Tribes Projekt ist eine mehrjährige Initiative, mit dem Ziel die spaltenden Kräfte in der amerikanischen Gesellschaft zu identifizieren, und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dazu gehören fortlaufende Forschung, die Entwicklung von spezifischen Kommunikationsstrategien, Schulungen für zivilgesellschaftliche Akteure und das aktive Testen unserer wissenschaftlichen Erkenntnisse vor Ort. Dazu dient uns unsere Hidden Tribes Forschung als Grundlage – und wird bereits von anderen aufgegriffen: Im April 2019 erschien ein Artikel auf Basis unserer Daten auf der Titelseite der New York Times, in dem ein Team der New York Times untersucht hat, wie sich Twitternutzung auf die Einstellungen von Anhängern der Demokraten auswirkt. Dieser Artikel zeigt wie soziale Medien unsere Wahrnehmung von öffentlichen Einstellungen verzerren und zu einer wachsenden Polarisierung beitragen können.

The Roots Program

Vereinigtes Königreich

Image001

In Großbritannien arbeiten wir unter anderem mit The Roots zusammen, einer britischen Start-up-Organisation, die mit Hilfe einer Reihe kultureller Austauschprogramme zwischen Menschen mit unterschiedlichem politischen und wirtschaftlichen Hintergrund im gesamten Vereinigten Königreich Brücken baut. In diesem Projekt untersuchen wir den Austausch zwischen verschiedenen lokalen Gruppen und nehmen gleichzeitig im Rahmen von Diskussionsrunden Kontakt mit den lokalen Netzwerken auf. Diese  lokalen Diskussionsrunden dienen unter anderem der Vorbereitung einer großen Studie, die wir im Jahr 2020 in Großbritannien durchführen werden.

Die Vielfaltsgestalter

Deutschland

RB Foundation (1)

Im Rahmen des Programms „Die Vielfaltsgestalter“ der Robert Bosch Stiftung unterstützen wir sechs lokale Bündnisse in verschiedenen Teilen Deutschlands bei der Stärkung der gesellschaftlichen Vielfalt vor Ort in den Kommunen. In dem durch die OSIFE geförderten Teilprojekt „Vielfalt erfolgreich vor Ort kommunizieren“ erarbeiten wir gemeinsam mit den Bündnissen, wie man Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen am besten zu Fragen der Vielfalt anspricht und aktiviert.

Medienpartnerschaften

alle Länder

Shutterstock 1059533777

In all unseren Ländern arbeiten wir sowohl mit Online- und Printmedien, als auch mit Fernsehjournalisten, Produzenten und Medienorganisationen zusammen, um neue Formate des Storytelling und der Publikumseinbindung zu entwickeln, die unsere ‚More in Common‘ – Botschaft mit Leben füllen. Das Ziel dieser Arbeit lässt sich am besten mit der  Devise „Narrative komplizierter machen“ beschreiben, welche die Journalistin Amanda Ripley geprägt hat. (Sie ist eine geschätzte Freundin, aber kein Teil von More in Common.) Angesichts der zentralen Rolle, welche die Medien wahlweise bei der Verschärfung oder Bekämpfung von Polarisierung spielen können, werden wir diese Arbeit im Jahr 2020 zusätzlich ausweiten.

The Great Get Together

Großbritannien

Newcastle 02

Im Jahr 2017 gründete More in Common zusammen mit der Jo Cox Foundation in Großbritannien das Great Get Together, welches inzwischen zu einer jährlichen, landesweiten Veranstaltung unter der Schirmherrschaft der Jo Cox Foundation geworden ist. The Great Get Together bringt Tausende von Kommunen und Nachbarschaften in ganz Großbritannien in selbst organisierten Community-Veranstaltungen zusammen. Diese verbindenden Momente stehen im starken Kontrast zum Narrativ einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft im Vereinigten Königreich.

Fête des Voisins

Frankreich

Fete Des Voisins2

In Frankreich arbeiten wir in Partnerschaft mit der großen jährlichen La Fête des Voisins (Das Nachbarschaftsfest) zusammen, einer Veranstaltung, die jedes Jahr rund neun Millionen Menschen in Frankreich zusammenbringt. Immeuble en Fête ist die Graswurzelorganisation die hinter dieser jährlichen Veranstaltung steht und sich für die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts einsetzt. Im Rahmen dieser Partnerschaft konnten wir verschiedene Herangehensweisen testen, wie einander unbekannte Menschen vertrauensvolle Begegnungen erleben können.

Die effektivste Methode, um Fremde bei Nachbarschaftsveranstaltungen in Verbindung zu bringen, war ein Nachbarschaftsbingo, das es Menschen auf spielerische Art und Weise erlaubt, Hürden zu überwinden. Diese Erkenntnisse wurden im Mai 2019 skaliert und das Bingo-Kit etwa 300.000 Community-Moderatoren in einem Community-Organisationspaket zur Verfügung gestellt.

Strategic Communications Pilot

Vereinigte Staaten

Shutterstock 144639308

Dieses Projekt treibt die praktische Anwendung der Forschungserkenntnisse aus unserer Hidden Tribes Studie voran. Mittels der Core Beliefs Methode versuchen wir alternative Framings von kritischen Themen zu entwickeln – unser erster Fokus liegt dabei auf dem Thema Migration. Im Rahmen des Projekts messen wir Publikumsreaktionen sowohl auf bestehende wertebasierte Narrative auf beiden Seiten der Immigrationsdebatte, als auch auf neue Narrative, die wir anhand unserer Forschung entwickelt haben. Dies soll die Grundlage für eine neue Kommunikationsstrategie bilden, die unterschiedliche Werte verbindet, und die wir zusammen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in verschiedenen Situationen testen.

Finding Common Ground on Climate between Cosmopolitans and the Left Behind

Frankreich

Shutterstock 1252796113Copy

Eine wichtige Dimension unserer Arbeit ist es, Strategien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu testen. Rechte Gruppen sind Vorreiter darin, Spaltung zu säen und voranzutreiben. Wir versuchen die Spaltungen zu identifizieren, die die Gelbwestenbewegung in Frankreich hervorgebracht hat, und wollen verstehen, wo mögliche Gemeinsamkeiten zwischen der Bewegung und Kosmopoliten bestehen könnten. Vor allem geht es darum, einen Sinn von Gemeinschaft zwischen jenen, die ‚das Ende des Monats‘ fürchten, und jenen die ‚das Ende der Welt‘ fürchten, wiederherzustellen. Das Projekt ist spezifisch auf Umwelt-, Klima- und soziale Gerechtigkeitsthemen ausgerichtet und umfasst Forschung, Schulungen, zivilgesellschaftliche Veranstaltungen, Narrativentwicklung und das Testen von Kommunikationsstrategien.

Deutschland spricht

Deutschland

Zeit Online (1)

ZEIT Online hat das Projekt „Deutschland spricht” ins Leben gerufen, das in Partnerschaft mit vielen anderen Medienhäusern Paare von Menschen in Deutschland miteinander verknüpft, die zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten unterschiedlicher Meinung sind. Wir begleiten „Deutschland spricht” mit Input zu erfolgreicher Begegnung und Erkenntnissen zu aktuellen gesellschaftlichen Konfliktlinien.

Bei all diesen Initiativen beginnen wir gerade erst zu lernen, wie wir die Erkenntnisse aus unserer Forschung in Wirkung und Wandel umsetzen können.

Erkundigen Sie sich nach einer Partnerschaft